Gemeinsames Croque

Was meine Mutter nicht wissen konnte, war, dass in dieser Woche wegen des Wochenend-Trainingslagers
das Schwimmtraining ausfiel. Sie hätte es auch nicht erfahren, hätte sie nicht vorher mal wieder in meinem Verein angerufen, sich mit falschem Namen gemeldet und suggestiv-manipulativ nachgefragt, ob regulär Schwimmtraining stattfinde, ihre Nichte sage, es falle aus. „Da hat Ihre Nichte recht, die treffen sich aber in der [Gaststätte]“, kam als Antwort, wie ich später am Telefon von unserem Häuptling erfuhr, der mich prompt anrief um zu fragen, wie es mir ginge. Der Mitarbeiter in der Geschäftsstelle hatte sich nichts böses dabei gedacht, als die „Tante“ angerufen hatte. Soll ich die nun alle bitten, künftig erstmal nachzufragen, wer da anruft?

Jedenfalls wollten wir uns eigentlich mit ein paar Leuten aus meiner Sportgruppe treffen, um ein paar Dinge zu besprechen und dabei ein leckeres Croque zu essen, aber leider hatten wir dort so einen Zirkus, dass ich mich, wieder mit Tatjanas Hilfe, ins Auto setzen und nach Hause fahren musste. Ich war froh, mit dem Auto und nicht mit der Bahn in die Sternschanze gefahren zu sein. Nur aus Zeitgründen hatte ich das getan, was ich sonst hasse, weil man dort nie einen Parkplatz findet.

Meine Mutter meinte, sich zu uns an den Tisch setzen zu müssen, was ich erstmal toleriert hatte, um nicht sofort einen Anlass für Stimmung zu liefern, bis sie versuchte, die Leute wieder davon zu überzeugen, dass Sport nicht das richtige für sie sei und sie ihre Tochter (also mich) bereits voll im Griff hätten. Das Theater ging so weit, dass einzelne bereits nach Hause wollten, bis ich dann gesagt habe, dass ich verschwinde. Mal sehen, wann das von alleine aufhört, wie der Richter meint. Oder ob Frank und ich morgen beim Gericht doch noch etwas anderes
erreichen.

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