Arzt

Keine Affen Im Baum

Dieses Mal bin ich ohne Krankenhausaufenthalt und ohne größeres Theater durch einen Magen-Darm-Infekt gekommen. Man lernt ja dazu. Ich tippe auf eine Algenbelastung in einem Badesee, in dem Marie, Cathleen und ich am Montag schwimmen waren. In dem wir sonst nie schwimmen, der laut Hinweisschild aber zum Baden freigegeben war („Wasserqualität: Ausgezeichnet“), der mir aber im Nachhinein nicht geheuer war. Auf jede Fall lagen wir danach alle drei flach. Wer eklige Details nicht lesen möchte, beschränkt sich nur noch auf diesen Satz: Mir geht es wieder gut! Ich war an dem Abend wieder zu Hause, hatte gerade etwas gegessen un… Weiterlesen »Keine Affen Im Baum

Zwieback An Butterkeks

Was fĂĽr eine Woche! Aber sie liegt hinter mir. Zum GlĂĽck. Meine Unterarme sehen aus wie die einer Drogenabhängigen, mein Bauch ist komplett lila-blau-braun gestreift, die Zellstoff-Industrie ist kurz davor, mir die goldene Kundenkarte auszustellen und ich habe endlich ma wieder gebadet und mehr als nur Zwieback an Butterkeks, Tee und pĂĽriertes GemĂĽse gefuttert. Mehr mĂĽsste ich eigentlich nicht schreiben, denn eigentlich ist alles bereits erklärt. Eigentlich. Uneigentlich habe ich noch ein paar unappetitliche Details auf Lager die ich nicht fĂĽr mich behalten möchte. Teilhabe wird bei mir bekanntlich groĂź geschrieben. So kann ich nicht verschweigen, dass das ganze Drama… Weiterlesen »Zwieback An Butterkeks

Tralala und Hopsasa

Wenn man lange nichts von mir liest, und zwei Wochen sind lange, dann geht es mir entweder besonders gut oder besonders schlecht. Das schrieben mir zumindest einige besorgte Leser in den letzten Tagen. Ich kommentiere: Rischtisch! UrsprĂĽnglich hatte ich mal vor, es mir mit ein paar Leuten besonders gut gehen zu lassen. Zum Abschluss unserer Sommersaison wollten wir mit einigen Sportkollegen ein Ferienhaus in Dänemark mieten und dort einige tolle Tage verbringen. Es war auch bereits alles gebucht, als jene Freundin, die das geplant hatte, einen Anruf bekam, das Haus sei wegen eines Wasserschadens nicht bewohnbar. Keine Ahnung, was da… Weiterlesen »Tralala und Hopsasa

Herzinfarkt

„Pizza selbst machen“ lautete das Motto fĂĽr unseren DVD-Abend. „Zutaten selbst kaufen“ geht dem selbstverständlich voraus. „Gemeinsam dafĂĽr losfahren“ war der Vorschlag von Maries Mutter, die ebenfalls noch einkaufen wollte und uns damit anbot, beim Einkaufswagen schieben behilflich zu sein. Und beim Tragen. Und beim Herunterholen der besten Sachen aus den obersten Regaletagen. (Was sind Regale-Tage?!) Mal nicht selbst fahren zu mĂĽssen, kann auch entspannt sein, und so blödelten wir auf der RĂĽckbank herum, während Maries Mama die Familienkutsche in Richtung Einkaufscenter lenkte. Während wir an einer Kreuzung auf grĂĽn warteten, fiel mein Blick auf einen Typen, geschätzte 50 Jahre… Weiterlesen »Herzinfarkt

Aufregung und Schamlippen

Eine Aufregung gibt es unter einigen meiner Leser, da kann ich inzwischen nur noch mit dem Kopf schĂĽtteln. Ja, inzwischen kann ich wieder mit dem Kopf schĂĽtteln, denn inzwischen hat man rausgefunden, dass es sich nicht nur um einen entzĂĽndeten Schleimbeutel gehandelt hat, der Schmerzen verursacht hat (und der sich schon wieder beruhigt hat), sondern zusätzlich auch noch um einen eingeklemmten Nerv. Und das wiederum hat der Orthopäde, bei dem ich war und der seine Patienten im Schnelldurchgang behandelt, natĂĽrlich nicht gesehen. Das hat Ronja festgestellt. Inzwischen habe ich von meiner Hausärztin noch eine Spritze bekommen, und zwar in den… Weiterlesen »Aufregung und Schamlippen

Paranoide Behinderte

Wer glaubt, ich hätte irgendwann alles erzählt und alles erlebt, zieht den Sinn und die Zukunft meines Internetblogs, meines Online-Tagebuchs, in Zweifel. Gerade wenn ich in alten Beiträgen blättere (vorhin habe ich einen gesucht), freue ich mich plötzlich ĂĽber Details, die ich zwischenzeitlich schon wieder vergessen oder gar verdrängt hatte. Gestern wollte ich mit Marie (nicht Maria) zur Uni. Ab April beginnen regulär unsere Vorlesungen, wir sind beide schon extrem aufgeregt. Vorher ist noch etlicher Papierkram zu erledigen, fĂĽr den wir auch noch persönlich in die Verwaltung eiern mĂĽssen, einiges davon hängt mit unseren Behinderungen zusammen. Aber: Wir sind zum… Weiterlesen »Paranoide Behinderte

Schlechter Mensch

Ich weiĂź nicht, warum ich zu FuĂź unterwegs bin. Mir fällt auch erst an der Ampel ein, dass ich gar keinen Rollstuhl dabei habe. Ich stehe an einer FuĂźgängerampel am Schulterblatt (so heiĂźt eine StraĂźe im Bezirk Sternschanze), will auf die andere Seite, zur Sparkasse. Weit und breit ist kein Auto, aber die Stinkesocke ist ja brav und wartet auf grĂĽn. Auch wenn sie gerade von der Polizei verfolgt wird und die beiden Uniformierten immer dichter kommen. Ein seltsames Katz-und-Maus-Spiel. Dann endlich wird die Ampel grĂĽn. DrĂĽben, am Geldautomaten, klicken die Handschellen. Die Polizisten lassen den Beweis, dass ich gerade… Weiterlesen »Schlechter Mensch

Ein gebrauchtes Wochenende

Was gibt es bloĂź fĂĽr Idioten auf dieser Welt? Ich kaufe in einem Elektronik-Warenhaus einen original verschlossenen und vom Hersteller versiegelten Karton, in dem sich Toner fĂĽr meinen Laserdrucker befinden soll, mache den zu Hause auf und drinnen ist nur MĂĽll. Offenbar hatte den Karton vorher jemand von unten aufgefummelt, das Orinalteil herausgenommen, eine mit Sand gefĂĽllte MilchtĂĽte, abgelaufen am 31.03.11, hinein gepackt, den Karton sauber erst mit FlĂĽssigkleber, anschlieĂźend mit durchsichtigem Klebeband wieder zugeklebt und dann den Kram zurĂĽckgebracht – vermutlich unter der Behauptung, den falschen Toner erwischt (oder gar ausgehändigt bekommen) zu haben. Und anschlieĂźend mit Bargeld, einem… Weiterlesen »Ein gebrauchtes Wochenende

Einhundertundacht

108 und 84, das sind die beiden magischen Zahlen, die aus meinem Test herausgekommen sind. Ich liege mit meinem Testergebnis acht Prozent ĂĽber der durchschnittlichen Leistung und konnte bei 84% der in Hamburg in diesem Jahr getesteten Kadidaten leistungsmäßig mithalten. Das heiĂźt: Nur 16% der Leute waren besser als ich, 84% waren schlechter oder gleich gut. Und während die anderen Bewerber, die entweder gar nicht oder zentral getestet werden, fast alle noch auf ihr Ergebnis oder ihre Zulassung warten, … *kĂĽnstliche Pause einfĂĽg* *trommelwirbel starte* *Spannung aufbau* … halte ich meine Studienzulassung bereits in der Hand. Yes!!! Es gibt auch… Weiterlesen »Einhundertundacht

Ein kleiner Schock

So eine ScheiĂźe! Im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn ein Blogeintrag schon so beginnt, sollten sich sanfte GemĂĽter gewarnt fĂĽhlen. Wie immer, mit schönen GrĂĽĂźen von Herrn Murphy, ging es am Freitag abends los: Ich bekam Bauchschmerzen, die ich sonst höchstens Mal im Zusammenhang mit meiner Regel bekomme, und zwar so heftig, dass ich mich am liebsten hingelegt hätte. Da meine Regel noch nicht wieder dran war und ich vor allem auch seit Einnahme der Pille keine Regelschmerzen mehr hatte (vorher auch nur selten, aber seitdem noch gar nicht wieder), wurde mir ziemlich schnell klar, dass das etwas anderes sein… Weiterlesen »Ein kleiner Schock