So gar nicht attraktiv

Nach meinem erfolgreichem Probesemester und etlichen Begrüßungs- und Einführungsveranstaltungen bin ich nun seit zwei Wochen regulär Studentin – mit dem kleinen Vorsprung, den das Probesemester mir mitgegeben hat. Allerdings ist mein Kalender inzwischen so derbe vollgepackt, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt große Zweifel habe, ob ich das durchhalte.

Ich habe in der letzten Woche drei Mal Sport abgesagt, habe teilweise
bis spät in die Nacht noch irgendwas gelernt oder schriftlich vorbereitet, bin nur noch müde und habe so gut wie keine Zeit mehr für mich. Mal schauen, ob sich das noch relativiert. Vor den Semesterferien war es nicht so extrem.

Wenigstens hilft mir der Stress ein bißchen darüber hinweg, dass mein Süßer
nichts von mir will. Nachdem ich mit meinem letzten Beitrag über ihn die Antwort auf die Frage schuldig geblieben bin, warum ich denn unbedingt den „Status“ dieser Beziehung geklärt haben möchte, weiß ich inzwischen, dass er mich „so gar nicht attraktiv“ findet, jedoch als „gute Freundin zum Reden“ mag.

Somit erübrigt sich eigentlich auch die Antwort, wenngleich ich sie trotzdem geben möchte: So stark und so reif, dass ich fließende Übergänge zwischen „wir sind zusammen“ und „wir sind nicht zusammen“ haben kann, bin ich noch nicht. So erfahren, dass ich anhand des Verhaltens meinen Gegenübers erkenne, ob er mich nur nett findet oder er
sich mit mir vielleicht das gleiche vorstellen kann wie ich mir mit ihm, bin ich auch nicht. Nein, ich brauche keinen Partner zum Angeben. Aber ich brauche einen, bei dem ich weiß, woran ich bin – und keinen, den ich in der sowieso schon gefühlskomplizierten Situation auch noch wochen- und monatelang missverstehe.

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