Erstes Outdoorschwimmen 2013

Heute ist der nationale Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Einige Aktionen haben in Hamburg stattgefunden, aber ob die gut besucht waren, kann ich schlecht sagen. Ich vermisse ein wenig den Biss solcher Veranstaltungen in Hamburg. Aber das ist nur meine persönliche Meinung, und meckern ist immer einfacher als besser machen. Wobei: Meckern über einen Meckertag hat auch was, oder?

Wir hatten heute unser erstes Outdoor-Schwimmtraining der Saison. Da Wasser hatte 13.8 Grad und ein Neoprenanzug war natürlich Pflicht. Wenngleich es einige todesmutige Kinder gab, die ohne Neo im See schwimmen waren. Die waren allerdings nur zwei Minuten drin, während wi fast zwei Stunden für die immerhin vier Kilometer lange Strecke gebraucht haben. Und außer an den Händen und im Gesicht war es angenehm in meinem neuen Neo.

Den Knüller lieferte eine ältere Frau, die mit ihrem Mann eine Radtour um den See machte und unseretwegen extra anhielt. Als sie zuguckte, wie Tatjana uns aus dem Wasser in die Rollstühle half, sagte sie zu ihrem Mann: „Guck mal, die scheinen vorher gewusst zu haben, das die Mädchen hinterher nicht mehr laufen können.“ – Ihr Mann reagierte prompt: „Komm weiter jetzt.“

Tatjana hätte mich vor Lachen fast fallen gelassen. Es kommt zwar nicht mehr häufig vor, aber das hat mir doch glatt mal wieder die Sprache verschlagen.

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