Rollstuhl

So Wie Du Bist

Habe ich zu viel Traffic oder was? Ich muss tagelang offline schreiben, weil immer, wenn ich einen neuen Beitrag einstellen will, ic eine Meldung ĂĽber einen Internal Server Error bekomme. Aber inzwischen scheint es ja wieder zu funktionieren. Oder etwa nicht!? *fauch* Ja. Wir waren endlich im Kino. Und haben den Gold-Film geschaut. Maria, Marie, Cathleen, Sofie, Frank, Jana und ich sowie ein Freund von Cathleen, eine Freundin von Sofie, eine Assistenin von Maria und die Eltern von Marie. An der Kasse gab es einen kurzen Stau, aber die siebe Rollis waren am Ende nicht das Problem. Allerdings stand eine… Weiterlesen »So Wie Du Bist

Es FrĂĽhlingt!

Was fĂĽr ein vielversprechender Himmel morgens um 9 Uhr ĂĽber Hamburg! Es gab gestern bereits das erste Freilufttraining dieser Saison. Ein mehr oder weniger ausgedehnte Runde auf unserer Sommer-Trainingsstrecke sollte den Staub von den Rahmen und den Flugrost von den Bremsscheiben unserer Bikes entfernen. Es waren erstaunlich viele Leute da und in der Sonne war es echt schön. Allerdings verschwand die gegen halb sechs hinter dem Horizont und dann wurde es schlagartig kalt. Der See, in dem wir immer trainieren, hat fast ĂĽber die komplette Länge und ĂĽber mindestens die halbe Breite noch eine geschlossene Eisdecke. Aber nach diesem Himmel… Weiterlesen »Es FrĂĽhlingt!

Die Finsternis Einer Behinderung

Er liest meinen Blog nicht. Und wenn, hat er nicht gelesen, was ich vor etwa einem Vierteljahr geschrieben habe, als ich in einer fast täglich erscheinenden Boulevardzeitung seine Worte abgedruckt sah. Damals war am Bodensee eine Werkstatt fĂĽr Behinderte abgefackelt. Klar, warum sollte er meinen Blog lesen? Es wäre vermessen, das anzunehmen oder gar zu erwarten. Nur kenne ich diverse öffentliche Stellungnahmen von Menschen mit Behinderung, die meiner recht ähnlich sind. Irgendeine mĂĽsste ihm doch … ach vergiss es. Heute nun richtet sich sein Brief, der wieder in jener groĂźen Boulevardzeitung abgedruckt ist, an einen ganz bestimmten Rollstuhlfahrer. Jener hatte… Weiterlesen »Die Finsternis Einer Behinderung

Halteverbot FĂĽr Behinderte

Sie gehört nicht zu meiner täglichen LektĂĽre, aber in der U- oder S-Bahn liegt öfter mal ein Exemplar einer Tageszeitung herum, die sowoh im östlich an Hamburg angrenzenden Schleswig-Holstein als auch in einigen östlichen Hamburger Stadtteilen zu bekommen ist. Heute bekam ic ein solches in die Finger und staunte nicht schlecht, dass ein groĂźer Artikel mit Foto die Leser aufklärte: „Halteverbot gilt auch fĂĽr Behinderte!“ Der Artikel handelt von einem Fahrlehrer, der auch behinderte Menschen schult und gestern gegen 14 Uhr einen Kunden im Rollstuhl hatte. Damit dieser einsteigen könne, habe der Fahrlehrer den Fahrschulwagen im absoluten Halteverbot vor der… Weiterlesen »Halteverbot FĂĽr Behinderte

Fahrtkosten und Rückwärtsgang

Meine Triathlonsaison ist fĂĽr dieses Jahr beendet, vielleicht kommt noch irgendwas spontanes im Schwimmen oder eine Ergometer-Party, aber richtige Wettkämpfe – eher nicht. Also hatte ich am Samstag einem „Funktionär“ (mir fällt gerade kein anderes Wort fĂĽr jemanden ein, der sich im Ehrenamt um seine Freizeit bringen lässt, damit es allen Mitgliedern gut geht) aus unserem Sportverein geschrieben, dass ich gerne meine Fahrtkosten einreichen möchte. Man muss dazu wissen, dass das Land Vereine dabei unterstĂĽtzt, wenn sie ihren Sportlern im Amateurbereich die Aufwendungen, die sie im Wettkampfbetrieb haben, bezuschussen. Nicht, dass ich auf finanzielle Hilfe angewiesen bin, aber ich fände… Weiterlesen »Fahrtkosten und RĂĽckwärtsgang

Ein weiteres tolles Wochenende

Ein weiteres tolles Wochenende ist vorbei. Inzwischen kann ich flieĂźend bayrisch. Zumindest verstehen. Als Hamburger Deern glaubte ich zu wissen, dass, wenn ich morgens meine Stinkesocken nicht wiederfinde, diese höchstwahrscheinlich „wech“ sind. Inzwischen habe ich aber gelernt: Sie könnten auch „fort“ sein. Um gleich der Frage vorzubeugen: Ich trage nachts keine Socken. Es sei denn, es ist arschkalt. Aber selbst dann ziehe ich die Dinger im Schlaf meistens unfreiwillig aus, zumindest eine davon, so dass ich das auch gleich sein lassen kann. Wenngleich ich meine Beine und FĂĽĂźe nicht willentlich bewegen kann, bewegen tun sie sich im Schlaf trotzdem. Von… Weiterlesen »Ein weiteres tolles Wochenende

Lob und Kritik

Da bekomme ich doch tatsächlich Post von einer mitgliedsstarken, bundesweit operierenden und in Landesverbänden vernetzten Organisation, in der sich ganz viele behinderte Menschen zusammengeschlossen haben. Auf offiziellem Briefpapier und von offizieller Mailadresse. Man lobt meinen Blog, er trage (wenngleich ich sagen muss, das war niemals mein vorrangiges Ziel) in erheblichem MaĂźe zur Verständigung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung bei. In einem Punkt möchte man mich aber kritisieren und „freue sich“ ĂĽber eine öffentliche Klarstellung. Ich warne schonmal vor: Achtung, Pulleralarm! Durch meinen Blog wĂĽrde beim Leser der Eindruck, wenn nicht sogar das Vorurteil entstehen, viele Rollstuhlfahrer seien inkontinent und… Weiterlesen »Lob und Kritik

Freiheitsberaubung

Ich wollte ein wenig Ausgleichstraining an Geräten machen und war nebenbei mit Anja, jenem 16-jährigen Spasti, der seit unserer druckvollen Ăśberzeugungsaktion bei uns mittrainieren darf, locker verabredet. Anja wollte mal wieder auf einen Rollentrainer und wurde von ihrem Vater gebracht, der aber sofort wieder verschwand. Und Anja hatte noch eine etwas jĂĽngere Freundin mitgebracht, die gerne zuschauen wollte. Deren Vater wĂĽrde die beiden nach zwei Stunden wieder abholen. Anja und ich kĂĽmmerten uns um uns selbst und unser Trainingsprogramm, beim Duschen trafen wir uns wieder, danach quatschten wir noch einen Moment, rollten zurĂĽck in die Halle und unterhielten uns auch… Weiterlesen »Freiheitsberaubung

Gebrauchsanleitung

Ich glaube, man kann gar nicht oft genug darĂĽber schreiben. Nein, nicht ĂĽber das Wetter (wieso sind drauĂźen 13 Grad plus um diese Zeit?!). Ăśber was anderes: Gebrauchsanleitung: Rollstuhlfahrer in der Ă–ffentlichkeit 1. Wer in der Ă–ffentlichkeit im Rollstuhl durch die Gegend fährt, fragt, wenn er Hilfe braucht. 2. Wer Hilfe braucht, aber nicht fragen kann, macht anders auf seine HilfsbedĂĽrftigkeit aufmerksam. Derjenige kommt in aller Regel nicht an diesem Tag zum ersten Mal in diese Lage und kann sich entsprechend vorbereiten. 3. Wer Hilfe braucht und das selbst nicht weiĂź, verhält sich auch ansonsten erkennbar auffällig. 4. Wer freundlich… Weiterlesen »Gebrauchsanleitung

Ganz viel heiĂźe Luft

Heute saĂź ich im Bus, zusammen mit Cathleen, als eine Frau, schätzungsweise Mitte 40, den roten Knopf drĂĽckte, den man drĂĽckt, wenn man an der nächsten Station aussteigen will. Als Quittung leuchtet meistens irgendwo „Wagen hält“ auf. Der Bus hält an der nächsten Station, die Frau geht nach drauĂźen, dreht sich um, lässt einen FuĂź in der TĂĽr stehen, wartet drei Sekunden, kommt wieder rein. Cathleen und ich schauen uns fragend an. Vermutlich hat sie zu frĂĽh gedrĂĽckt, möchte erst an der nächsten oder ĂĽbernächsten Station raus. Tatsächlich, zwei Stationen später drĂĽckt sie erneut. Der Bus hält an, sie steigt… Weiterlesen »Ganz viel heiĂźe Luft