Sauna

Immenhof

Inzwischen hat es Zeugnisse gegeben. Ich bin ganz ĂĽberrascht, wie groĂź das Interesse unter meinen Leserinnen und Lesern ist. Diverse Nachfragen habe ich dazu bekommen. Maries und mein Interesse war natĂĽrlich auch sehr groĂź. Und Helena war, obwohl wir keinen Druck gemacht haben, so aufgeregt, dass sie morgens ĂĽberhaupt nichts essen wollte. Zum GlĂĽck hat sie das nicht erst nach den ersten zwei Bissen gemerkt, sondern vorher, so dass wir die Insulindosis anpassen konnten. Und dabei waren die Noten eigentlich alle halbwegs bekannt. Ich hatte an dem Tag frei, war morgens zwei Stunden zusammen mit Marie schwimmen. Als Helena mittags… Weiterlesen »Immenhof

Antibiotika nix gut

Die ersten Festtage haben wir alle gut ĂĽberstanden. Ich musste am 1. Weihnachtstag arbeiten und hatte entgegen meiner Erwartungen eine eher ruhige Schicht. Ich musste mich zusammen mit einer rund 60 Jahre alten Kinderärztin, die nur aushilfsweise eingesetzt war und normalerweise in einer Behörde arbeitet, um vier periphere Kinder- und Jugendstationen kĂĽmmern sowie um alle ambulanten Patienten unter 18 Jahren, die keiner sofortigen Notfallbehandlung bedĂĽrfen. Als einziges kleines Drama kam gleich am frĂĽhesten Morgen ein 2 Jahre altes Kind auf dem Arm des Vaters zur Station. Der Vater verstand nur einzelne Worte, die Mutter auch nicht viel mehr. Zum GlĂĽck… Weiterlesen »Antibiotika nix gut

Arbeiten, saunieren, reiten

Oh, ich darf mal atmen. Zwischendurch. Nur ein wenig. Nur ganz flach. Durchatmen wĂĽrde ich ja gar nicht verlangen. Das wird sowieso ĂĽberbewertet. Zum ersten Mal seit vier Wochen habe ich mal zwei Tage am StĂĽck frei. In meiner Klinik steppt der Bär, die ohnehin schon dĂĽnne Personaldecke ist, als die erste Atemwegs-Infekt-Herbstwelle sie aufschĂĽttelte, zerbröselt. Wie ein alter, staubiger Lumpen, der fĂĽnfzig Jahre auf dem Dachboden in der Sonne lag. Eigentlich mache ich eine Facharzt-Ausbildung, eigentlich habe ich keine Erfahrung, aber wenn ein ebenso frischer Kollege und ich nicht mehrere 24-Stunden-Schichten hingelegt hätten, hätten sie den Laden wohl schlieĂźen… Weiterlesen »Arbeiten, saunieren, reiten

Ă–lwechsel und Glitzerstaub

Ich habe zu Weihnachten von Maries Eltern eine Winterjacke geschenkt bekommen. Genauso wie Marie. WorĂĽber ich mich sehr gefreut habe. Genauso wie Marie. Marie und ich haben jeweils dem anderen traditionell einen neuen Badeanzug geschenkt. Vielleicht schaffen wir es ab Sommer ja, mal wieder regelmäßig gemeinsam zu trainieren. Von meinen Kolleginnen und Kollegen der letzten Station habe ich ein T-Shirt bekommen, auf dem steht: „Ich habe es mit Laufen versucht, aber es hat mir nicht gefallen.“ – Soll witzig sein (ich schreib es extra dazu, weil bisher alle nur mĂĽde gegrinst haben). Mal sehen, vielleicht steht demnächst mal wieder ein… Weiterlesen »Ă–lwechsel und Glitzerstaub

SchlĂĽmpfe und Massage

Das schönste Eiland weit und breit, wir haben hier die schönste Zeit, die Sonne scheint, es gibt kein Grau, der Himmel ĂĽber uns ist blau. Die Felder, sie sind reif und grĂĽn, so weit kann kaum ein Auge sehn, wir wolln fĂĽr immer hier nur sein und uns den ganzen Tag nur freu’n! Ich bin weder unter die Dichter noch unter die Pöten gegangen. Poeten meine ich. Grund: Ich kann nicht gehen. Habe ich amtlich bescheinigt bekommen. Meine Gehfähigkeit ist auf unbestimmte Zeit auĂźergewöhnlich eingeschränkt. Man könnte es auch so ausdrĂĽcken wie ein älterer Herr gestern in der U-Bahn: „Sind… Weiterlesen »SchlĂĽmpfe und Massage

Guten Rutsch 2013

Zehn Stunden Sonne, angenehme 24 Grad, etwas Wind, links von mir weiĂźer Sand, rechts von mir weiĂźer Sand, warmes Meer, kein Lärm, entspannte Leute, keine Böller – ich glaube, ich habe noch nie einen so entspannten Silvestertag erlebt! Mir tut es sehr gut, mal fĂĽr ein paar Tage nur Leute in meiner Nähe zu haben, die mich nicht irgendwie nerven oder ärgern. Gerade in letzter Zeit hatte ich öfter mit nicht altersentsprechendem Verhalten meiner Mitmenschen zu tun, und ich habe mir, mit etwas Abstand zu den Ereignissen des zweiten Weihnachtstages, als Vorsatz fĂĽr das neue Jahr vorgenommen, auf solche Dinge… Weiterlesen »Guten Rutsch 2013

WohlfĂĽhlsauna

Ich bin weder krank noch gestorben. Nur leider habe ich im Moment sehr wenig Zeit, um mich intensiv mit dem Fehler zu beschäftigen, der immer wieder verhindert, dass ich Beiträge posten kann. Verschiedene Dinge, die mir von verschiedenen Leserinnen und Lesern empfohlen worden waren, haben leider nicht den gewĂĽnschten Erfolg gebracht. Aber ich probiere weiter. Meistens klappt es ja sonntags abends. Ich bin zuversichtlich, nachdem ich in der letzten Woche unterwegs war und diese Chance verpasst hatte. Heute war ich zwar auch unterwegs, aber nicht so lange. Ich war mit Steffi erneut in der Sauna. Es war erneut sehr schön… Weiterlesen »WohlfĂĽhlsauna

Macht es mir was aus?

Gestern war ich noch einmal mit der quotenbehinderten Steffi in der Therme und es war noch einmal sehr schön. Wir haben uns erneut gut unterhalten ĂĽber sehr viele verschiedene Themen und es war so ein vertrautes Verhältnis zwischen uns beiden, dass es mir so vorkam, als wĂĽrden wir uns schon viele Jahre kennen. Es haben mich aber einige Dinge erneut sehr nachdenklich gestimmt und mich auch ĂĽberlegen lassen, wie es mir wohl gehen wĂĽrde, wenn mich nach meinem Unfall niemand an die Hand genommen und mir gezeigt hätte, wie man im Rollstuhl, mit einer körperlichen Einschränkung, zurecht kommt. Wie man… Weiterlesen »Macht es mir was aus?

Ăśber Eine Quotenbehinderte

Wir betreiben nicht dieselbe Sportart, aber wir betreiben beide Rollstuhlsport. Laufen Rollen uns dabei auch ĂĽblicherweise nicht ĂĽber den Weg, höchstens mal bei einer Versammlung. Oder wenn wir eher zufällig dazu verdonnert werden, einen Termin wahrzunehmen, bei dem es um sportpolitische Themen geht und bei dem wir unsere Vereine oder zumindest unsere Sportarten vertreten sollen. Ich habe Stefanie bisher immer völlig anders eingeschätzt. Asche auf mein Haupt, dass ich mich einerseits so verschätzen konnte, andererseits ĂĽberhaupt geschätzt habe. Aber leider ist es bei mir manchmal so: Ich bekomme einen ersten Eindruck, einen zweiten, einen dritten – und dann male ich… Weiterlesen »Ăśber Eine Quotenbehinderte

Keine Kirschen

Ich habe weiche Lippen. Auch ohne spezielle Lippenpflege. Ich brauche keine Produkte, die meine Lippen sĂĽchtig machen und austrocknen Gerade jetzt, zu Beginn des Winters, wird man ständig angequatscht. In FuĂźgängerzonen, in Einkaufscentren, in Apotheken: Ăśberall wollen sie ihre Wintercremes loswerden. Und besonders, wenn ein Lippenpflegestift dann auch noch nach Pfefferminze schmeckt, rollen sich bei mir alle 10 FuĂźnägel hoch. Ich weiĂź, dass Marie solche Stifte auch nicht benutzt. Nicht zuletzt weil der Kuss, den ich mir ihr hatte, nicht nach Kirsch-ChapStick schmeckte. Wir hatten auch keinen Drink in der Hand, ich habe keinen Freund, de ich das erklären mĂĽsste,… Weiterlesen »Keine Kirschen