Schule

Kurzer Prozess

Eigentlich hätte ich heute erst um kurz vor zehn Uhr zur Schule gemusst, aber bereits um Viertel vor Acht klingelte mein Handy. Normalerweise schalte ich das immer aus, wenn ich schlafe. Ich war zwar schon wach und auch schon aus dem Bett, aber eigentlich noch nicht „online“. Meistens stelle ich das Handy erst nach dem FrĂĽhstĂĽck an. Ich habe es wohl gestern abend vergessen auszuschalten. Am anderen Ende war der Vertrauenslehrer. Er hatte nicht auf dem Plan, dass ich erst gegen 10 Uhr zur Schule muss und dachte, ich wäre jeden Moment dort. Er habe den Brief bekommen, mit dem… Weiterlesen »Kurzer Prozess

Gekränkte Eitelkeit II

Als wäre das gestern noch nicht genug gewesen, heute folgt Teil 2. Ich hatte mir vorgenommen: Sollte Sandra heute wieder mit in den Aufzug steigen, steige ich wieder aus und lasse sie alleine fahren. Tatsächlich ging sie mit mir ins Gebäude, lief hinter mir her, bog dann aber, während ich auf den Aufzug wartete, ins Treppenhaus ab. Ich stieg ein und noch bevor die KabinentĂĽr sich schloss, kam sie um die Ecke gelaufen, stellte sich so in den Weg, dass ich nicht mehr aussteigen konnte und auch nicht mehr an die Bedienknöpfe kam. Die TĂĽr schloss sich. „Hallo KrĂĽppel, gut… Weiterlesen »Gekränkte Eitelkeit II

Gekränkte Eitelkeit

Sandra, ja genau die Sandra, die mich in der letzten Woche so blöde angemacht hat, weil sie mit meinen 15 Punkten in Deutsch nicht klar kam, beginnt nun, mich in der Schule zu terrorisieren. Meine Bemerkung auf ihren Modegeschmack, die ich zurĂĽckgenommen und fĂĽr die ich mich entschuldigt habe, scheint sie nicht verkraftet zu haben. Heute stieg sie mit mir zusammen in den Aufzug (was sie sonst nie macht, sie benutzt sonst immer die Treppe) und sobald die TĂĽr geschlossen war und wir alleine waren, sagte sie zu mir: „Na KrĂĽppel, heute wieder biĂźchen angeben? Hast du Herrn … (Deutschlehrer)… Weiterlesen »Gekränkte Eitelkeit

Das Drama um ein Drama

Am Montag haben wir eine Deutsch-Klausur geschrieben, Analyse eines Dramas. Die erste halbe Stunde habe ich dort gesessen und war kurz davor, zu verzweifeln. Dann habe ich gedacht: „Alles oder nichts. Wenn du da jetzt einen leeren Zettel abgibst, gibt es 00 Punkte. Wenn du dir da jetzt irgendwelchen Stuss zusammenschreibst, kriegst du vielleicht noch 05 Punkte und hast wenigstens die Klausur gerettet.“ Und dann habe ich ganz banal angefangen, den Text kurz zusammenzufassen und zu analysieren und plötzlich lief es wie am SchnĂĽrchen. Am Laptop schreibt sich sowas ja wesentlich besser als mit dem Stift, und so konnte ich,… Weiterlesen »Das Drama um ein Drama

Parkplätze und kleine Brötchen

Richtig gut sieht es inzwischen aus auf dem Behindertenparkplatz vor der Schule. Es kann zwar im Moment keiner der drei Rollstuhlfahrer dort parken, weil dort Bauarbeiten stattfinden (irgendeiner scheint richtig viel Geld locker gemacht zu haben, denn die nehmen auch von den alten drei Parkplätzen gerade sämtliche Stein- und Rasenplatten hoch und scheinen das alles komplett neu zu verlegen), aber das nimmt man doch gerne in Kauf, wenn man damit einer guten Lösung so viel näher kommt. Nein, der Typ vom Bauamt hat sich nicht aus der Affäre gezogen. Inzwischen bin ich auch soweit beruhigt, dass ich dieses „Geschenk“ auch… Weiterlesen »Parkplätze und kleine Brötchen

Ein Käfig voller Hosenscheißer

Die Falschpark-Orgie zieht groĂźe Kreise, wie ich heute erfahren habe. Als ich heute morgen durch die Schule dĂĽste, stellte sich mir plötzlich ein mir sehr bekannter Lehrer. in den Weg und sprach mich an: „Hängen Sie es bitte nicht an die groĂźe Glocke, dass ich Sie deswegen anspreche, aber ich drĂĽcke Ihnen beide Daumen wegen der Sache mit dem Falschparker. Ich wĂĽnschte, in unserem Kollegium hätten einige Leute Ihr RĂĽckgrat. Ich muss mir die Kritik leider auch vorhalten lassen, ich kannte das Problem und habe nur halbherzig reagiert.“ Ich war völlig verdattert. Was wollte der von mir? „Ich verstehe nicht… Weiterlesen »Ein Käfig voller HosenscheiĂźer

Drei Plätze mehr und eine gelbe Karte

Nachdem ich gestern bei der Unfallkasse angerufen habe (das sind diejenigen, die fĂĽr den Unfall auf dem Schulweg aufkommen mĂĽssen und unter anderem meinen FĂĽhrerschein und mein Auto einschlieĂźlich Umbau bezuschusst haben), um denen zu erklären, dass ich leider nicht, wie mal geplant, mit dem Auto zur Schule fahren kann, da dort nicht genĂĽgend Behindertenparkplätze sind, hat die Beraterin aus der Reha-Abteilung kurzerhand fĂĽr heute einen Ortstermin bei der Schule festgelegt. Es sollte ein so genannter „technischer Berater“ von der Unfallkasse kommen und sich das vor Ort ansehen. Vor allem auch, weil das Problem, dass ständig ein Lehrer einen der… Weiterlesen »Drei Plätze mehr und eine gelbe Karte

Unsportliches Foul

Es ist nicht nur ein Vorteil, dass ich mit dem Auto zur Schule fahren darf. Ich wĂĽrde mal sagen: Anders geht es kaum. Wie sonst sollte ich den ganzen Krempel, einschlieĂźlich Laptop, den ich fĂĽr den Unterricht trotz doppelter BĂĽchersätze brauche, mitkriegen? Und die Strecke von 3.5 Kilometern ist auch nicht zu unterschätzen. Auch wenn der Weg durch den Wald sehr schön ist. Ich habe, genauso wie die anderen beiden Rollifahrer, die mit dem Auto zur Schule kommen, eine Parkkarte fĂĽr den Schulparkplatz bekommen. Drei Rollstuhlfahrer, drei Behindertenparkplätze – mĂĽsste doch eigentlich aufgehen. Geht es aber nicht, weil mein netter… Weiterlesen »Unsportliches Foul

Weit kann er nicht mehr sein

Bevor es nächste Woche wieder los geht (Dienstag und Donnerstag schreiben wir eine Schulvergleichsklausur, das ist sowas wie Pisa, heiĂźt KESS und steht fĂĽr „Kompetenzen und Einstellungen der SchĂĽlerinnen und SchĂĽler“, am Mittwoch dazwischen noch eine Klausur im Leistungs- bzw. Schwerpunktfach), haben wir die letzte Ferienwoche genutzt, nochmal ein wenig die Sau rauszulassen. Am Donnerstagabend fuhren Cathleen, Luisa, Simone und ich zuerst ins Festland-Bad in der HolstenstraĂźe, um dort ein biĂźchen zu schwimmen und zu chillen. Der BrĂĽller des Nachmittags war, als eine Mutter die vier RollstĂĽhle, die am Beckenrand parkten, wegschob. Beziehungsweise eher wegtrug, da sie festgebremst waren. Wir… Weiterlesen »Weit kann er nicht mehr sein

Verirrte Omas und kein Alkohol

08 Punkte in einer Matheklausur hätte ich mir wohl niemals träumen lassen. Vor meinem Unfall wäre ich ĂĽber eine 4 (06 bis 04 Punkte) in Mathe glĂĽcklich gewesen. Dabei habe ich nicht anders gelernt als vorher und hatte auch schon entsprechend Schiss, ob ich ĂĽberhaupt noch 04 Punkte bekommen wĂĽrde. Entsprechend bin ich mit 08 mehr als zufrieden. Auch bei Cathleen läuft es super: Eine 2 in Englisch statt bisher durchweg 4 oder 5 – wir haben zusammen geĂĽbt! Oder es liegt daran, dass sie sich sauwohl dort fĂĽhlt, wie sie sagt. Die MitschĂĽler scheinen sie gut zu integrieren, sie… Weiterlesen »Verirrte Omas und kein Alkohol