Training

Kein Triathlon I

Es war schon lange geplant, und ich habe lange darauf trainiert und mich vorbereitet. Nicht professionell trainiert, sowas mit zehn Einheiten pro Woche; aber schon etwas mehr als freizeitsportlich. Also mit Trainingsplan und bei jedem Wetter, drei bis vier Mal pro Woche. Ich wollte an diesem Wochenende endlich mal wieder an einem Triathlon teilnehmen. Marie hat mich zwar hin und wieder beim Training begleitet, aber da an diesem Wochenende eine gute Freundin von ihr heiratet, war klar, dass sie nicht dabei sein wĂĽrde. Helena hatte sich fĂĽr dieses Wochenende mit Kiara bei einem Reit-Camp angemeldet: Also alle ausgeflogen. Am letzten… Weiterlesen »Kein Triathlon I

Rucksack

So häufig komme ich ja nicht mehr zum Schwimmtraining, aber ich versuche, es irgendwie hinzubekommen. Und nach Möglichkeit auch mit Marie zusammen, was hier nicht klappte. In der letzten Woche war unser Trainer mal wieder krank, der „dienstälteste“ Schwimmer ĂĽbernahm, während er selbst schwamm, die Aufgabe, sich das Trainingsprogramm auszudenken und anzusagen. Wir waren fĂĽnfundzwanzig Leute in zwei fĂĽnfundzwanzig Meter langen Bahnen. Ich kann beim Tempo deshalb ganz gut mithalten, weil ich in der Bahn schwimme, in der diejenigen schwimmen, die lediglich trainieren, um fit zu bleiben, nicht, um den Deutschen Rekord zu knacken. Ich bin 14 von 16 Bahnen… Weiterlesen »Rucksack

Kleines Ego

Am letzten Wochenende habe ich es endlich mal wieder geschafft und zusammen mit Marie mit dem Rennbike trainiert. NatĂĽrlich musste es genau zehn Minuten, nachdem wir gestartet waren, zu regnen anfangen und dann auch erstmal bis zehn Minuten vor Ende nicht wieder aufhören. Aber wir sind ja nicht aus Zucker und die anschlieĂźende warme Dusche hat uns schnell vergessen lassen, wie kalt der Regen noch ist und wie schmutzig man werden kann. Wir fahren ja schon extra nicht auf den Fahrbahnen, wie etliche FuĂźgänger auf ihren Rennrädern. Sondern auf den Radwegen. Es gibt einige Strecken in Hamburg, wo das gefahrlos… Weiterlesen »Kleines Ego

Partymeile

Beim Training ist es ganz normal: Weite Klamotten bleiben in den Rädern oder Speichen hängen, Wasser auf der StraĂźe durchnässt schlabberige Ă„rmel – eng und synthetisch sind hier die beiden Zauberwörter. Was fĂĽr das Training gilt, gilt fĂĽr meinen Alltag aber eher nicht. Es sei denn, wie schon mit dem letzten Beitrag eingeleitet, Mann steht drauf. Und was tut rollende Frau nicht alles fĂĽr rolligen stehenden Mann… Es mag verwirren, dass mich eine Fahrt im Rollstuhl ĂĽber Hamburgs Reeperbahn weniger beeindruckt als selbige in schwarzen Wetlook-Leggings, engem Top, dezent geschminktem Gesicht und offenen Haaren. Ich hatte das GefĂĽhl, sämtliche Blicke… Weiterlesen »Partymeile

Cygnus olor

Männer können schon liebevolle Menschen sein. Wenn ich so ĂĽber Philipp nachdenke, weiĂź ich, was mir in den letzten Jahren gefehlt hat. Nicht, dass Marie oder ihre Eltern mich nie verwöhnt hätten. Das meine ich nicht. Ich meine, dass es schon etwas Besonderes ist, wenn jemand seinen kompletten Arbeitstag um Stunden nach hinten verschiebt, nur, um mit mir frĂĽhstĂĽcken zu können. Und frische Brötchen mitbringt. Zum Beispiel. Männer können aber auch sehr verspielt sein. Wie kleine Kinder. Da ich Kinder mag, gefällt mir natĂĽrlich auch ein verspielter Philipp. Es ist keine nervige Verspieltheit, wie bei jenen Typen, die ungefragt erstmal… Weiterlesen »Cygnus olor

Haare waschen und Spaghetti

Mein persönlicher Schwimmtrainingsplan richtet sich zurzeit nach zwei Dingen. Erstens nach meiner umfangreichen Arbeitszeit. Zweitens nach Philipp. Ich schwimme wesentlich leichter und schneller, wenn er auch im Becken ist. Und das muss nicht mal dieselbe Bahn sein. AuĂźerdem funktioniert es wie bei der Homöopathie: Man muss nicht mal wissen, ob er da ist, es wirkt einfach. Zum GlĂĽck herrscht zwischen uns unausgesprochen Einigkeit, dass wir im Trainingsbecken und damit vor anderen Schwimmerinnen und Schwimmern nichts anderes machen als Schwimmen. Damit will ich keineswegs andeuten, dass ich mir nichts im Wasser vorstellen könnte. Aber wenn, dann da, wo es niemand mitbekommt… Weiterlesen »Haare waschen und Spaghetti

Spontanes Training

Der Norden hat mich wieder. Endlich. Wie habe ich sie vermisst, die Stadt, von der viele Hamburgerinnen und Hamburger behaupten, sie sei die schönste der Welt. Auch das norddeutsche Wetter habe ich vermisst. Die Niederschlagsmenge wĂĽrde zwar fĂĽr locker zwei Meter Neuschnee reichen, die Windstärke fĂĽr einen weiteren Meter Schneeverwehungen, nur fĂĽr einen weiĂźen Heiligabend hat irgendwer den Thermostat falsch eingestellt: Bei deutlich zweistelligen Werten könnte man beinahe ĂĽber eine Kugel Eis auf die Hand nachdenken. Lisa fragte ungefähr ein halbes Dutzend Mal, ob wir noch eine Runde mit dem Handbike trainieren wollen. Zuerst hatte ich das fĂĽr einen Scherz… Weiterlesen »Spontanes Training

Ohne Unterhose im Kettenkarussell

Ich gehöre zu den Menschen, die ihr Handy nachts lautlos stellen. Wenn ich gefragt werde, warum, erzähle ich immer die Geschichte aus einem Trainingslager, als ich mit einer anderen jungen Frau aus Niedersachsen in einem Zimmer schlief. Beziehungsweise: Sie schlief, alle anderen waren wach. Weil alle anderen im Gegensatz zu ihr nicht daran gewöhnt waren, dass ein technisches Gerät nachts in einer Tour irgendwelche Geräusche von sich gibt. So ein leises, diskretes „Plopp“ oder „Klack“ kann ich auch noch ĂĽberhören, aber spätestens, wenn das Ding ganze Melodien pfeift oder irgendwelche Alltagsgeräusche immitiert, bin ich hellwach. Besagtes Handy der Niedersachsin konnte… Weiterlesen »Ohne Unterhose im Kettenkarussell

Ostseetraining

Perfektes Wetter, um in der Ostsee zu schwimmen. Nicht besonders heiĂź, kaum Wind, keine Wolke und keine Leute. Ideale Bedingungen fĂĽr eine Vier-Kilometer-Trainingseinheit mit anschlieĂźendem Grillen am Strand. Ohne Neopren ist es derzeit noch ein wenig kalt, aber in einem Zwei- und Dreimillimeteranzug waren es perfekte Bedingungen. Das fanden auch die fĂĽnf anderen Leute aus meinem Hamburger Team, die sich spontan entschlossen hatten, mitzufahren. Ăśbrigens: Eine Stinkesocke ohne Meer ist keine Stinkesocke. Ich brauche salziges, welliges Wasser und den Blick in die endlose Weite. Und den Strand. Und den Sommer.

Anna

Ich muss darf gerade eine Schwimmgruppe fĂĽr Kinder anleiten. Kinder mit körperlichen Einschränkungen, wohlgemerkt. Sie machen normalerweise bei einem Sportkollegen das Training, aber der war den gesamten Januar nicht einsatzbereit und hatte mich gebeten, ihn zu vertreten. Nein, ich habe das Rettungsschwimmabzeichen in Silber nicht, daher dĂĽrfte ich auch nicht alleine mit den Leuten in der Halle sein, aber an den Nachbarbahnen sind entsprechend qualifizierte Trainer, so dass das vorher auf der Verwaltungsebene geklärt wurde und ich meine volle Motivationskraft ĂĽber die Kinder schĂĽtten durfte… Schade, dass ich so wenig Zeit habe. So eine Aufgabe könnte ich mir schon regelmäßig… Weiterlesen »Anna