Nadine

Mobbing wie aus dem Buch

Das war ein Wochenende, das so schnell nicht wiederholt werden muss. Begonnen hatte der Samstag sehr nett mit langem Ausschlafen und abendlichem Kinobesuch. Wir waren mit Nadine, Marie, Cathleen und mir, also vier Rollstuhlfahrerinnen vom Sport, dort und haben uns „Fack Ju Göhte“ reingezogen. Naja, die Feuerzangenbowle hatte mehr Niveau, ist aber nicht so modern und hatte einen anderen Humor. Vergleichen kann man die beiden Filme nicht, trotzdem finde ich, man sollte beide gesehen haben. Die Ideen sind schon nicht schlecht und es werden, was mir ja immer recht gut gefällt, mal wieder jede Menge Klischees bedient. AnschlieĂźend waren wir… Weiterlesen »Mobbing wie aus dem Buch

Bei Geld Hört Die Freundschaft Auf

Sollte ich die BĂĽchse mit der Moral öffnen? Oder lieber nicht? Ich rede von der Zahlungsmoral. Ich bin gerade ein biĂźchen traurig. „Bei Geld hört die Freundschaft auf“, heiĂźt ein bekannter Spruch. Ich frage mich erneut: Wie ist der Spruch zu verstehen? Bedeutet er, dass man mit Freunden alles teilt, nur nicht sein Geld? Oder dass das Verleihen von Geld Freundschaften gefährdet oder gar beendet? Oder dass man, wenn man Geld verleiht, lieber auf Nummer Sicher geht und das Vertrauen, dass man in anderen Bereichen der Freundschaft hat, hier besser nicht bemĂĽht? Also sich eine Unterschrift geben lässt? Oder dass… Weiterlesen »Bei Geld Hört Die Freundschaft Auf

Stiekum und nonchalant

Einen hab ich noch! Der letzte Paratriathlon fĂĽr mich in diesem Jahr. Wie immer: Bis kurz vorher war nicht klar, ob er wirklich stattfindet, und ob unsere Wettkampfklasse starten darf, und dann ging wieder alles ganz schnell. Weil es bis ins sĂĽdliche Niedersachsen nicht ganz so weit zu fahren ist wie die letzten Male, als wir nach Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz mussten, waren auch mehr Hamburgerinnen und Hamburger am Start als sonst. Die Hinfahrt mit dem Auto verlief komplikationslos, die Nacht in einem Vierbettzimmer einer jugendherbergsähnlichen Unterkunft auch, aber das FrĂĽhstĂĽck war grausam: Hart gekochte Eier an Karotten, zu trinken gab… Weiterlesen »Stiekum und nonchalant

Endlich wieder drauĂźen

Wie könnte man das bescheidene Wetter und den freien Tag besser nutzen als fĂĽr das erste 2012er Schwimmtraining im offenen Wasser? Ja, ja, ja. Schnatter!!! Der See hatte 13,2 Grad und war damit genauso warm wie die Luft. Aber wir sind ja Kummer gewohnt, waren im letzten Jahr auch noch bei 11 Grad schwimmen und auch schonmal bei 14 Grad Wassertemperatur in der Ostsee – letztes ohne Neo. Heute war aber Schwimmen mit Neo angesagt und nach dem ĂĽblichen ersten Schock war es sogar ganz okay. Von dem blöden kalten Wind und der fehlenden Sonne mal abgesehen, habe ich mir… Weiterlesen »Endlich wieder drauĂźen

Belämmerter Beginn, exzellentes Ende

Dass jemand krankheitsbedingt eine Vorlesung absagen muss, kann passieren, aber ich bin strikt dafĂĽr, dass man einen Mailverteiler anlegt und solche Ausfälle kommuniziert, vor allem dann, wenn so etwas frĂĽhzeitig bekannt ist. Oder meinetwegen auch auf einer Internetseite, die jeder noch einmal aufrufen kann, bevor er sich auf den Weg macht. Die meisten meiner Kommilitonen störte der Ausfall wenig; mir jedoch ging es auf den Wecker, weil ich nur fĂĽr diese eine Vorlesung eine Stunde lang mit einem schweren Rucksack dorthin gegurkt bin und eine weitere Stunde wieder zurĂĽck fahren wĂĽrde. Am frĂĽhen Nachmittag hatte ich einen Termin bei meiner… Weiterlesen »Belämmerter Beginn, exzellentes Ende

StraĂźentraining im Regen

Cathleen, Nadine, Kristina, Merle, Marie und ich standen im ĂĽberdachten Bereich der Sportanlage neben unseren RennrollstĂĽhlen und ĂĽberlegten zusammen mit Tatjana, unserer Trainerin, noch einmal, ob wir es wirklich wagen sollten. Sie hatte einen Trainingsplan fĂĽr uns geschrieben, war eigentlich davon ausgegangen, dass mehr Leute kommen wĂĽrden zu unserer nächtlichen Trainingseinheit, aber bei diesem bescheuerten Wetter waren nur die harten Kämpferinnen da. Selbst bei den parallel trainierenden FuĂźgänger-Triathleten lief alles auf Sparflamme. Vier Grad ĂĽber Null und Regen. Zwar kein Wind und es schĂĽttete auch nicht (wenngleich es eindeutig mehr war als leichter Nieselregen) – aber dennoch konnten sich alle… Weiterlesen »StraĂźentraining im Regen

Ziemlich beste Freunde

„Am liebsten den um 20.20 Uhr.“ – „Nein, der ist ausverkauft. FĂĽr 23.10 Uhr hätten wir noch Karten.“ – „Okay, dann gehen wir vorher noch was essen. Wir sind 16 Rollstuhlfahrer und eine Begleitperson, also 17 Leute insgesamt. Gibt es da schon Gruppenrabatt?“ – „17 Rollstuhlfahrer? Unmöglich. Wir haben nur zwei Rollstuhlplätze.“ – „Wie jetzt? Kommen Sie schon, wir wollen den sehen. Wir setzen uns auf die normalen Sitzplätze um.“ – „Sie brauchen doch die RollstĂĽhle im Evakuierungsfall.“ – „Wir krabbeln raus, wenn es brennt.“ Eine Kollegin blickt ihr von hinten ĂĽber die Schulter. „Das ist Saal 1, der hat… Weiterlesen »Ziemlich beste Freunde

Geklautes Smartphone

Manchmal wĂĽnsche ich mir ernsthaft mehr Konsequenz, mehr Härte und weniger Gelaber. Vor allem, wenn sich Leute schlechtes Benehmen herausnehmen, um anderen zu schaden. Und erst recht, wenn ich die Geschädigte bin oder mich zumindest so fĂĽhle. Ich weiĂź, Eigennutz ist auch so etwas wie ein schlechtes Benehmen, aber wenn mir einer ans Bein pinkelt, möchte ich das zumindest nicht ungefragt ertragen mĂĽssen. Die Rede ist von Andreas, einem wesentlich älteren Typen, der als FuĂźgänger in der parallel trainierenden Gruppe meines Triathlonvereins ist, also jene Leute, fĂĽr die an einigen Wochenenden auf dem Elbdeich ein paar StraĂźen gesperrt werden und… Weiterlesen »Geklautes Smartphone

Sieben an einem Tag

Ist ja nicht das erste Mal, dass ich es erwähne: Ich lese grundsätzlich alle Kommentare meiner Leserinnen und Leser, freue mich meistens darĂĽber und nehme den einen oder anderen mir auch zu Herzen. Manchmal liefern sie mir auch eine Idee, etwas auszuprobieren: Ich habe mir vorgenommen, einen Tag lang mal alle Begegnungen mit fremden Leuten, bei denen es zu einem Wortwechsel kommt, sofort danach, ggf. mit Stichworten als GedankenstĂĽtze, zu notieren, nur höflich und freundlich zu sein und Leute, von denen ich mich herabgesetzt, diskriminiert oder beleidigt fĂĽhle, sachlich zu kritisieren – sofern ich ĂĽberhaupt etwas sage. Morgens war ich… Weiterlesen »Sieben an einem Tag

Little Dolly und ein Bad im See

Einige kriegen eben nie genug – ich gehöre auch dazu. Letztes Wochenende war ein tolles Trainingslager, dieses Wochenende war ursprĂĽnglich ein nächtliches Training am Elbdeich geplant, das wurde aber nun wegen des besagten Trainingslagers gestrichen. Nur bleibt es uns ja unbenommen, trotzdem zu trainieren. Allerdings dann auf dem Wanderweg, nicht auf der Fahrbahn. Das wäre ohne Begleitfahrzeug oder StraĂźensperre lebensgefährlich. Gerade auf dieser DeichstraĂźe rasen die Autofahrer nämlich gerne. UrsprĂĽnglich wollten Yvonne, Simone, Cathleen, Nadine, Kristina, Merle und ich uns treffen, also fast mein komplettes Team, dann hatten aber Yvonne, Nadine und Merle kurzfristig wegen eines grippalen Infekts wieder abgesagt.… Weiterlesen »Little Dolly und ein Bad im See